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Grafschaft Glatz |
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Über
die "Schlesier" sagt
Hermann Stehr; ( 1864-1940 ) |
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Ein kurzer abriss der Geschichte; Ein
uralter Handelsweg, der so genannte Bernsteinweg, führte über Nachod,
Kudowa, Glatz - und einer Abzweigung nach Mittelwalde bis nach Breslau
und dann noch weiter bis an die Ostsee. An Handelswegen und
Flussüberführungen entstanden die ersten Ansiedlungen und Burgen. Eine
Urkunde aus dem Jahr 981 bestätigt, dass am Zusammenfluss der Glatzer
Neiße, der Steine, der Weistritz und der Biele eine Holzburg errichtet
wurde. Dieses Kastell erhielt den Namen Glatz. Infolge der Hussitenkriege in den 20er Jahren des 15. Jhd nahm die Wirtschaftskraft ab. Nach den Hussitenkriegen kam es zum wirtschaftlichen Aufschwung vor allem des Bauwesens und des Steinbergbaus, wie der Marmorförderung in Reinerz und Wölfelsgrund, der Sandsteinförderung in Langenau, Wünschelburg und Altweisstritz. der Gold- und Silbergewinnung in (Reichenstein, der Eisenerzgewinnung in Reinerz und Neurode sowie der Kupfergewinnung ebenfalls in Neurode. Diesem Aufschwung, der über 200 Jahre dauerte, machte der 30-jährige Krieg (1618-1648) ein Ende. Unmittelbare Folgen des Krieges und der
Pest war die Entvölkerung der Grafschaft, von bis zu 30%
und Ruinierte Städte und Dörfer. Nach dem Zweiten Weltkrieg erhielt Polen die deutschen Ost gebiete , dabei wird die deutsche Bevölkerung größtenteils vertrieben, als Ausgleich für den Verlust der eigenen Ost gebiete, die sie an die Sowjetunion abtreten mussten, dabei wird auch die Polnische Bevölkerung vertrieben. Ab 1946 wurden alles private Verstaatlicht. Darüber hinaus kam es auch zur dramatischen Entvölkerung der Gebirgsdörfer, zum Rückgang der landwirtschaftlichen Produktion und zum Verfall der einheimische Wirtschaft. Bis 1991 die Kommunisten durch die "Solidarnosc" abgelöst worden sind. Erst Ende der 90er Jahre zeigt sich wieder ein Aufschwung durch die Privatisierung. Die Heilbäder; Die Grafschaft Glatz beherbergt viele Heilbäder, so Bad Langenau im Neißetal mit drei Kohlensäure quellen, das Radiumbad Bad Landeck im Bieletal, das Herzbad Bad Altheide mit vier alkalischen, kohlensäurereichen Eisenquellen und Bad Reinerz mit arsenhaltigen Kohlensäure-Stahlsprudeln im Weistritztal sowie Bad Kudowa im mit fünf kohlensäurereichen Eisensäuerlingen. Dazu kommen noch die vielen Mineralquellen in den Grafschafter Orten, die zum Grundstein für eine bedeutende Getränkeindustrie wurde, sowie der herzlich gelegene Luftkurort Wölfelsgrund. Heute leben noch ca. 950 000 Deutsche in diesen Gebieten. (Schlesien und Ostpreußen) |